Mit dem Fahrrad in Wien – Tipps rund ums Fahrradfahren in Wien

Fahrrad in Wien

Wien ist die ideale Hauptstadt, um mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Das bestens ausgebaute Wiener Fahrradnetz lässt keine Wünsche offen. Radfahren bietet bekanntlich zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Transportmöglichkeiten. Gut für die Gesundheit, gut für die Umwelt und gut für den Geldbeutel – immer mehr Wiener nutzen daher den Drahtesel um von A nach B zu gelangen. Doch was tun, wenn man nicht in Besitz eines eigenen Fahrrades ist? Wien hat vorgesorgt – zahlreiche Leihfahrradsysteme ermöglichen es den Wienerinnen und Wienern, spontan und flexibel mit dem Fahrrad durch die Stadt zu gelangen. Doch wie andere Verkehrsteilnehmer auch, müssen auch Fahrradfahrer die Gesetze und Regeln im Straßenverkehr beachten. Auch von Bußgeldern ist man als Fahrradfahrer nicht gefeiert. In unserem ultimativen Fahrrad-Artikel erfährt ihr alles, was es zum Fahrradfahren in Wien zu wissen gibt!

Das Fahrrad muss nicht nur als Alltagstransportmittel dienen. Auch die zahlreichen Ausflugsziele und Wiener Parks sind bestens mit dem Fahrrad zu erreichen. Auch zu unserem Escape Room am Schottentor könnt ihr ganz bequem mit dem Fahrrad gelangen. Gemeinsam mit euren Freunden müsst ihr bei uns knifflige Rätsel lösen. Spaß, Spannung und Action kommen dabei bestimmt nicht zu kurz! Auf unserem ultimativen Wien Blog findet ihr regelmäßig coole Tipps zum Leben in Wien.

Ja, wir geben es zu, was für das Auto gilt, gilt auch für das Fahrrad: am besten fährt es sich mit dem eigenen. Doch nicht immer steht ein eigenes Fahrrad zur Verfügung. Zum Glück ist es in Wien ein Kinderspiel, sich ein passendes Gefährt auszuleihen. Verschiedene Leihfarradanbieter machen es euch möglich, spontan aufs Bike zu springen und durch die Stadt zu düsen. Vor allem in den Sommermonaten kann ein spontaner Fahrradtrip durch das historische Zentrum von Wien eine nette und sportliche Freizeitaktivität sein. Etwas Kultur schadet bekanntlich nicht, zudem können bei der Fahrradtour durch Wien noch die einen oder anderen Kalorien verbrannt werden. Egal ob allein, mit Freunden, Kindern oder vierbeinigen Begleitern – in Wien lässt sich für jeden Bedarf das ideale Leihfahrrad finden. Wir verraten euch, wo ihr euer passendes Leihfahrrad finden könnt.

Fahrrad ausborgen bei Citybike Wien

Citybike Station Wien

Das Fahrradverleihsystem Citybike ist unter Wienern wohl das bekannteste. Mit rund 120 Stationen und über 1.500 Fahrrädern in der ganzen Stadt verteilt ist Citybike Wien das größte Fahrradverleihsystem in Wien. Gegen eine einmalige Anmeldegebühr von 1 Euro kann an Selbstbedienungsterminals 24 Stunden pro Tag ausgeliehen werden. Die Registrierung erfolgt am Terminal selbst oder bequem mit dem Smartphone. Alles, was ihr für die Registrierung benötigt, ist eine Bankomat- oder Kreditkarte. Alternativ kann zur Benützung der Citybikes die Citybike-Card oder die Citybike-Tourist-Card erworben werden. Die Rückgabe kann an jedem beliebigen Citybike-Standort erfolgen. Alle Citybike-Stationen findet ihr übersichtlich ihr hier. Preislich gehört Citybike Wien zu den günstigsten Anbietern:

  • Stunde: gratis
  • Stunde: 1 Euro
  • Stunde: 2 Euro
  • ab der 4. Stunde: 4 Euro

Die Fahrräder von Citybike Wien stehen euch das ganze Jahr über ohne Winterpause zur Verfügung.

Fahrradverleih O-Bike in Wien

Fahrrad O-Bike Wien

Ihr habt euch sicherlich schon gewundert, warum an vielen Wiener Ecken gelb-silber-schwarzen Räder völlig herrenlos herumlehnen. Ja, ihr habt richtig geraten, auch hierbei handelt es sich um Leihräder. Im Gegensatz zum Anbieter Citybike Wien gibt es für O-Bikes keine fixen Stationen – die Fahrräder können nach Gebrauch nahezu überall abgestellt werden. Ähnlich wie bei Car2Go werden auch bei O-Bike freie Fahrräder mittels App und GPS eruiert. Entriegelt wird das Rad mittels QR-Code, der am Rad gescannt wird. Preislich kann das O-Bike nicht mit dem Citybike mithalten: Gratisfahren gibt’s nicht, die Nutzungsgebühr beträgt pro halber Stunde 1 Euro. Den Download-Link zur App gibt’s hier.

Bike Sharing Ofo startet mit eigenen Fahrrädern in Wien durch

Leihfahrrad Ofo Wien

Auch Ofo bietet station-free Bike Sharing in Wien an. Die Funktionsweise ist mit der von O-Bike ident – auch Ofo kann man mittels App nahegelegene Fahrräder finden. Nur die Preise sind unterschiedlich: Die Leihgebühr bei Ofo beträgt gerademal die Hälfte: pro halber Stunde sind es 50 Cent. Hier gibt’s die Ofo-App als Download.

Fahrradfahren überall in Wien mit Donkey Republic

Mietfahrrad Donkey Repbulic Wien

Die Fahrräder von Donkey Republic erkennt man an ihrer knalligen orangenen Farbe. Ebenso wie Ofo und O-Bike wird via Smartphone App gebucht. Nach Benutzungsende wird das Rad an einem öffentlichen Fahrradständer geparkt und der Leihvorgang via App beendet. Im Vergleich zu den anderen Anbietern ist Donkey Republic preislich mit Abstand der Teuerste: Der Fahrradverleih schlägt mit 14 Euro pro Tag und 7 Euro für 2 Stunden zu Buche. Die hohen Preise kommen daher, dass Donkey Republic nicht die Wienerinnen und Wiener zur Zielgruppe hat, sondern vorwiegend Touristen anvisiert. Eine Registrierung bei Donkey Republik ist jedoch auch für die Wienerinnen und Wiener sinnvoll: Donkey Republic gibt es bereits in 15 weiteren Städten wie London, Berlin und Kopenhagen. Nach euerer Anmeldung könnt ihr den Service also bei eurem nächsten Euro-Städtetrip nutzen und euch so das lästige Suchen nach lokalen Alternativen sparen.

E-Bikes, Cargo Bikes, Mountainbikes & Co. – ListNRide

Tandem Fahrrad

Auf der Bikesharing-Plattform listnride.com sind verschiedenste Fahrräder privater Anbieter zu finden. Wer etwas höhere Ansprüche an sein Leihfahrrad hat, als die doch etwas sperrigen Bikes von City Bike, Ofo, O-Bike und Donkey Republic bieten können, für den ist ListNRide genau das Richtige! Von E-Bikes über Cargo-Bikes über Tandem- oder Longtail-Bikes – dem Fahrradfahrerherz sind hier keine Grenzen gesetzt. Nahezu jedes Fahrradmodell lässt sich hier finden. Auch fürs Ausleihen via ListNRide gibt es eine App. Ebenso wie Donkey Republic  operiert ListNRide in zahlreichen Ländern, eine Registrierung zahlt sich also auch für euren nächsten Urlaubstrip  aus. Vor allem E-Bikes erfreuen sich auf der Plattform immer größerer Beliebtheit.

Fahrradfahren in Wien – Regeln & Tipps

Aufs Fahrrad schwingen und los geht’s! Was viele vergessen: auch als Radfahrer ist man von Rechten und Pflichten im Straßenverkehr nicht ausgenommen. Verkehrsregeln und Vorrangregeln müssen beachtet werden, ebenso wie allgemeine Vorschriften und Gesetze, die im Straßenverkehr gelten, aber auch spezielle Regeln für Fahrradfahrer müssen eingehalten werden. In der Fülle der Gesetze und Vorschriften verliert man schon mal den Überblick. Dennoch sind sie für eine gemütliche und sichere Fahrradtour durch Wien unerlässlich. Vor allem Fahrrad-Neueinsteiger sollten sich die wichtigsten Regeln rund ums Fahrradfahren in Wien daher unbedingt zu Gemüte führen. Wir haben hier für euch die wichtigsten Regeln für eine entspannte City Tour zusammengestellt:

Fahhradwege in Wien mit Benützungspflicht

Ist ein eigener Radweg vorhanden, muss dieser auch benützt werden. Das Fahren auf Gehsteigen ist nur Kindern gestattet. In manchen Fällen gibt es jedoch gemeinsame Benützungswege für Fahrradfahrer und Fußgänger. Hier muss besonders darauf geachtet werden, Fußgänger nicht zu gefährden.
In Wohnstraßen und Begegnungszonen ist zudem ein allzu sportliches Tempo verboten –  das Tempolimit von 30 km/h muss in diesen Gebieten eingehalten werden.

Verwarnungs- und Bußgelder für Radfahrer

Auch Fahrradfahren kann teuer werden! Wer sich nicht an die Verkehrsregeln und Gesetze hält, muss mit Bußgeldern von bis zu 800 Euro rechnen. Hier findet ihr eine Auflistung der gängigsten Bußgelder:

  • Überfahren einer roten Ampel: € 70,00
  • Missachten eines Stoppschilds: € 50,00
  • Alkoholisiert Radfahren (> 0,8 Promille): € 800,00
  • Telefonieren beim Radfahren: € 50,00
  • Radfahren am Gehsteig: € 30,00
  • Radfahren gegen die Einbahn: € 50,00

Mitnahme von Fahrrädern in öffentlichen Verkehrsmitteln

Ein platter Reifen, ein gestohlener Fahrradsattel oder einfach nur ein schmerzhafter Muskelkater vom vielen Treten – manchmal braucht es die guten alten Wiener Öffis, um das Fahrrad nach Hause zu transportieren. Doch auch beim Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt es einiges zu beachten. So ist die Mitnahme von Fahrrädern in Straßenbahnen und Bussen nicht gestattet. In der U-Bahn dürfen Fahrräder Montag – Freitag (werktags) von 9–15 Uhr und ab 18.30 Uhr mitgenommen werden. An Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen ist eine Mitnahme ganztägig gestattet.

Helmpflicht für Kinder beim Fahrradfahren

Helmpflicht für Kinder in Wien

Achtung: Helm nicht vergessen! Für Kinder im Alter von 12 Jahren oder jünger herrscht Helmpflicht beim Radfahren.

Gesetzliche Ausstattung des Rads

Mal schnell in Omas Keller einen alten Drahtesel gefunden und gleich losdüsen? Besser nur dann, wenn ihr vorher sichergestellt habt, dass folgende gesetzliche Standards eingehalten werden:

  • Weißes Vorderlicht (bei Nacht und schlechter Sicht)
  • Rotes Rücklicht (bei Nacht und schlechter Sicht)
  • Weißer Reflektor an der Vorderseite
  • Roter Reflektor an der Hinterseite
  • Gelbe Reflektoren an den Pedalen
  • Zwei unabhängige, funktionierende Bremsen
  • funktionstüchtige Klingel oder Hupe

Vorteile des Radfahrens – Gesundheit, Klimaschutz & Geldbeutel

In vielen europäischen Städten wird das Fahrrad mehr und mehr als tägliches Transportmittel genutzt. Regierungen haben die zahlreichen Vorteile des Fahrradfahrens in unterschiedlichen Bereichen erkannt und fördern mit dem Ausbau des Fahrradnetzes und anderen Maßnahmen den Umstieg auf das Zweirad. Mehr Radverkehr bedeutet mehr Lebensqualität in Wien – sowohl für den einzelnen als auch für die Gemeinschaft. Lärm- und Abgasbelastungen werden verringert, die körperliche Fitness der Wienerinnen und Wiener steigt. Gesundheitliche Belastungen durch Übergewicht und Bewegungsmangel werden minimiert, die Krankenkassen entlastet und somit auch die Steuerzahler. Der Radverkehrsanteil am gesamten Wiener Verkehrsaufkommen soll daher bis 2025 deutlich erhöht werden. Wer also noch nicht aufs Fahrradfahren umgestiegen ist, der sollte dies schleunigst tun – seiner Gesundheit und seiner Stadt zuliebe.

Mit dem Fahrrad zu körperlicher Fitness

Rolltreppen, Aufzüge, Busse, Bahnen, Autos, elektrische Scooter und bewegungsarme Office-Jobs – Bewegung beim modernen Menschen kommt in vielen Fällen zu kurz. Gesundheitliche Probleme sind die Folge.

Fahrradfahren ist daher die ideale Möglichkeit, Sport mit Funktion zu verbinden. Einfach mal mit dem Fahrrad einen Monat lang zur Arbeit fahren, wir versprechen euch, ihr werdet viele positive Veränderungen bemerken:

  • verbrennt Kalorien
  • entlastet die Gelenke
  • trainiert Herz & Kreislauf
  • kräftigt die Lunge
  • stärkt den Rücken
  • beugt Krebs vor
  • aktiviert Glückshormone
  • baut Muskulatur auf
  • senkt Cholesterin
  • schult die Koordination

Fahrradfahren fördert Klimaschutz & Nachhaltigkeit

Konsumwahn, Verpackungswahn, Wegwerfgesellschaft, CO2-Emissionen – nur einige Begriffe, die mit dem derzeitigen Klimawandel in Verbindung stehen. Wer seinen Beitrag zum Klimaschutz beitragen will, kann dies mit dem Umstieg aufs Fahrradfahren leisten. Das Fahrrad produziert keine Schadstoffe und auch keinen Lärm. Radfahren ist daher die ideale Wahl für einen nachhaltigen Lebensstil.

Radln um den Geldbeutel zu entlasten

Ja richtig, auch Radfahren ist nicht umsonst. Ein passables City-Radl bekommt man zwar schon für einige wenige Euros, dennoch liegen die Anschaffungskosten in den meisten Fällen weit unter denen eines Autos. Klar müsst ihr für den Mercedes unter den Fahrrädern tiefer in die Tasche greifen.
Auch Fahrräder müssen instand gehalten werden. Regelmäßiger Service und Check-Ups sind essentiell, um die Verkehrssicherheit eures Bikes sicherzustellen. Ein geplatzter Reifen oder eine gerissene Fahrradkette belasten ebenfalls hin und wieder den Geldbeutel.
Dennoch: Im Vergleich zum eigenen Auto sind die Anschaffungs- und Erhaltungskosten eines Fahrrades minimal. Wer es dann doch lieber etwas bequemer hat, der kann auf E-Bikes umsteigen. Das fast komfortable Fahrvergnügen kann zudem noch mit Fahrradnavigation für eine optimale Orientierung bei Touren gesteigert werden. Also schont eure Brieftasche und steigt aufs Radfahren um!

Schneller durch die Stadt mit dem Bike

Dem Verkehr entkommen und Staus vermeiden – vor allem die Wienerinnen und Wiener unter euch kennen ihre Stadt und deren Schleichwege und Abkürzungen. Ansonsten kann man immer noch auf die Navigation via Smart Phone App zurückgreifen.

Wen jetzt nicht die Bikerlust gepackt hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen! Also los, schwingt euch auf eure Fahrräder und kommt bei uns im Escape Room vorbei. Entschlüsselt das „Dark secret of the Congressman“, löst einen spannenden Mordfall oder findet den „Patient Zero“, bevor das Militär das unterirdische Forschungslabor in Schutt und Asche legt.

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